Das Kammermusikfest Lockenhaus

„Lockerer und innerlich wie äußerlich aufgeheiterter hat man ein so individualistisches Künstlervölkchen selten einmal erlebt. Showgebärden sind in Lockenhaus allemal verpönt“ war im Gründungsjahr 1981 in Die Zeit über das Kammermusikfest Lockenhaus zu lesen.

Die Welt hat sich seitdem verändert, das Festival wurde von der New York Times zum Europäischen Kulturerbe ernannt und in der FAZ schreibt Eleonore Büning „das glaubt sowieso keiner, der nicht dabei gewesen ist”

Der Gründungsgedanke lebt in der künstlerischen Leitung von Nicolas Altstaedt weiter: Jahr für Jahr pilgern Musikbegeisterte der Lockenhaus-Familie aus aller Welt in das malerische Dörfchen im Mittelburgenland, um im Zentrum Europas abseits der Welt Kammermusik in einzigartiger Intensität und Nähe zu erleben.

"Nicolas Altstaedt, dieser großartige, charismatische Cellist, ist als künstlerischer Leiter des Lockenhaus-Festivals in seinem jetzt fünften Jahrgang seit Gidon Kremer von einer Unbedingtheit, die fast erschrecken könnte, wenn die Ergebnisse nicht so überzeugend wären … eine bis zum Siedepunkt erhitzte Klang- und Ideen-schmiede, der man als Hörer nahe rücken darf."
Gerald Felber, FAZ 18.07.16

 

SPIELORTE

BURG LOCKENHAUS

Die Burg Lockenhaus wurde um das Jahr 1200 über dem Tal der Güns erbaut und trug anfangs den Namen Leucea. Heute gilt Sie als letzte echte Ritterburg Österreichs. Romanische und gotische Bauweise, zierliche Säulenfenster, Fresken, unterirdische Aspidenhalle. Krypta und andere Details aus dem 13. Jahrhundert zeugen von hochentwickeltem Kunstempfinden. Die Ritterburg im Herzen des Naturparks Geschriebenstein gelegen ist seit jeher ein imposanter Anziehungspunkt für Menschen aus den Bereichen Wirtschaft, Kunst, Kultur und Sport.

www.ritterburg.at

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PFARRKIRCHE

Die Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus wurde im 16. Jh. vom italienischen Baumeister Pietro Orsolini erbaut. Das Gotteshaus besticht durch das Gemälde des Hochaltares: Es zeigt den heiligen Nikolaus von Myra (aus 1675), dem die Kirche geweiht ist. Sechs Seitenaltäre befinden sich im Kirchenraum. Unter der Kirche eine Krypta, die dem Bauherrn Franz Nádasdy als Familiengruft diente. Im Sommer 2003 erhält sie die größte Kirchenorgel des Burgenlandes.