Gidon Kremer
Festivalgründer
In den mehr als 35 Jahren seiner bedeutenden Karriere hat Gidon Kremer, 1947 in Riga geboren, seinen Ruf als Persönlichkeit singulären Formats etabliert – nicht nur als Geiger von hohem internationalen Rang, sondern als Künstler besonders ausgeprägter Individualität, der ausgetretene Pfade meidet und neue Richtungen weist.
Im Alter von vier Jahren begann er Geige zu spielen, wurde 1965 Meisterschüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium und gewann u.a. den Tschaikowsky-Preis sowie den Paganini-Wettbewerb. Er wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht (Ernst von Siemens Musikpreis, Frankfurter Musikpreis, Bundesverdienstkreuz, Preis der Accademia Musicale Chigiana, Unesco-Preis 2001, Saeculum-Glashütte Original-Musikfestspielpreis Dresden 2007 und Rolf-Schock-Preis Stockholm, 2008).
Die Einspielung „After Mozart“ von Gidon Kremer und der Kremerata Baltica erhielt den Grammy Award im Februar 2002 in der Kategorie „Bestes Kammerensemble.“ Dieselbe Aufnahme wurde im Herbst 2002 in Deutschland mit einem ECHO ausgezeichnet.
Kremer hat mit allen bedeutenden Orchestern der Alten und Neuen Welt musiziert und mit den größten Dirigenten unserer Zeit Aufnahmen gemacht, die neue Maßstäbe der Interpretation setzten und mit Schallplattenpreisen hohen Ranges ausgezeichnet wurden. Über 100 CDs sind inzwischen unter verschiedenen Labels eingespielt worden.
Gidon Kremers umfangreiches Repertoire umfaßt neben den Meisterwerken der Klassik und der Romantik Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Zeitgenössischen Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Luigi Nono, Giya Kancheli und Aribert Reimann widmete er besondere Aufmerksamkeit. Im Jahre 1981 gründete er in Lockenhaus (Österreich) ein Kammermusikfestival, das alljährlich in der ersten Juli-Hälfte stattfindet. 1997 gründete er die Kremerata Balitca, ein Kammerorchester, das ausnahmslos aus jungen, hochtalentierten, baltischen Musikern besteht. Gemeinsam mit diesem Orchester konzertiert er seitdem regelmäßig bei weltbekannten Musikfestivals und in großen Konzerthallen.
In den Jahren 2002 - 2006 war er künstlerischer Leiter des Baseler Festivals "les muséiques".
Gidon Kremer spielt auf einer „Nicola Amati“ aus dem Jahre 1641.



