Komponisten 2011
Einige Programmskizzen
Früh übt sich, wer ein Meister werden will - so heißt es im Volksmund. Das haben viele der ganz großen Komponisten beherzigt und fingen früh an, Musik zu interpretieren und sie neu zu erfinden. Johann Sebastian Bach schrieb in Teenager-Tagen Sonate und Fugen für Tasteninstrumente. Franz Schubert wandte sich schon mit 16 Jahren der anspruchsvollen Gattung „Streichquartett“ zu. Von Wolfgang Amadeus Mozart sind viele Werke enthalten, die er als Kind komponiert hat. Felix Mendelssohns Bestimmung trat ebenfalls im Kindesalter zu Tage. Ein paar Jahre nach seinem ersten öffentlichen Auftritt mit neun Jahren als Pianist geriet er in einen ersten Schaffensrausch und schrieb fast sechzig Werke, darunter Lieder, Klaviersonaten, Orgelstücke, Streichersinfonien, Motetten und ganze Singspiele! Juan Crisóstomo de Arriaga wurde nur 20 Jahre alt –ein frühreifes Talent, das aus gutem Grund auch der „spanische Mozart“ genannt wird.
Was aus diesen jungen Trieben später wurde, hört man viel im heutigen Konzertleben. Die Knospe selbst findet dagegen selten Interpreten. Das Festival-Thema „kompromisslos jung“ widmet sich daher dem Jugendwerk. Das kindliche Komponieren mag von wenig Erfahrung geprägt sein, es ist aber auch freier von Ängsten, die viele Tonsetzer in reiferen Jahren zu schaffen machten. Viele Frühwerke wirken unbedarft, unausgewogen in ihren Proportionen oder stark den Vorbildern verpflichtet. Dies ist aber kein Grund, sie gering zu schätzen. Anders als auf dem Arbeitsmarkt heute geben wir dem Alterswerk den Vorzug. Aber ist es nicht Zeit für ein bisschen Jugendwahn in der Musikwahrnehmung?
Weil dieser Lebensabschnitt einen ungebrochenen Charme ausübt, haben Komponisten Kindheit und Jugend immer wieder zum Thema gemacht: reine Schönheit, Aufbruch, hemmungsloses Spiel und Hoffnung sind nur einige Schlagworte dazu. Von der Welt des Kindes inspiriert sind die Klassiker des Genres wie Robert Schumanns „Kinderszenen“, Pjotr Tschaikowskys „Album für die Jugend“ oder Claude Debussys „Children’s Corner“. Aber auch George Enescu fing einige „Impression d’enfance“ ein.
Die Kindheit ist für uns alle auch ein Raum der Erinnerung, in den wir immer wieder gedanklich zurückkehren. „Childhood Revisited“ heißt zum Beispiel eine Komposition des Georgiers Giya Kancheli und die russische Komponistin Lera Auerbach setzte „Images from Childhood“ in Töne.
Und nicht zuletzt richten sich Künstler ganz gezielt an ein junges Publikum. So erklingen Werke „Für Kinder“, wie auch Béla Bartók ein Klavieralbum nannte. Klar, dass bei diesem Festival-Schwerpunkt ein richtiges Kinderkonzert nicht fehlen wird.
Was aus diesen jungen Trieben später wurde, hört man viel im heutigen Konzertleben. Die Knospe selbst findet dagegen selten Interpreten. Das Festival-Thema „kompromisslos jung“ widmet sich daher dem Jugendwerk. Das kindliche Komponieren mag von wenig Erfahrung geprägt sein, es ist aber auch freier von Ängsten, die viele Tonsetzer in reiferen Jahren zu schaffen machten. Viele Frühwerke wirken unbedarft, unausgewogen in ihren Proportionen oder stark den Vorbildern verpflichtet. Dies ist aber kein Grund, sie gering zu schätzen. Anders als auf dem Arbeitsmarkt heute geben wir dem Alterswerk den Vorzug. Aber ist es nicht Zeit für ein bisschen Jugendwahn in der Musikwahrnehmung?
Weil dieser Lebensabschnitt einen ungebrochenen Charme ausübt, haben Komponisten Kindheit und Jugend immer wieder zum Thema gemacht: reine Schönheit, Aufbruch, hemmungsloses Spiel und Hoffnung sind nur einige Schlagworte dazu. Von der Welt des Kindes inspiriert sind die Klassiker des Genres wie Robert Schumanns „Kinderszenen“, Pjotr Tschaikowskys „Album für die Jugend“ oder Claude Debussys „Children’s Corner“. Aber auch George Enescu fing einige „Impression d’enfance“ ein.
Die Kindheit ist für uns alle auch ein Raum der Erinnerung, in den wir immer wieder gedanklich zurückkehren. „Childhood Revisited“ heißt zum Beispiel eine Komposition des Georgiers Giya Kancheli und die russische Komponistin Lera Auerbach setzte „Images from Childhood“ in Töne.
Und nicht zuletzt richten sich Künstler ganz gezielt an ein junges Publikum. So erklingen Werke „Für Kinder“, wie auch Béla Bartók ein Klavieralbum nannte. Klar, dass bei diesem Festival-Schwerpunkt ein richtiges Kinderkonzert nicht fehlen wird.


