Milan Turkovic (Fagott)
zurück zur ÜbersichtMilan Turkovic entstammt einer österreichisch-kroatischen Familie, wuchs in Wien auf und gehört zu den wenigen international bekannten Fagott-Solisten. Er ist Mitglied des Ensemble Wien-Berlin, des Concentus Musicus Wien und der Chamber Music Society of Lincoln Center, New York. Nach zwölf Jahren Lehrtätigkeit an der Hochschule Mozarteum in Salzburg übersiedelte er 1992 als Professor zur Universität für Musik, Wien. Diese Position verließ er 2003 zugunsten seiner immer intensiver werdenden Dirigiertätigkeit.
Milan Turkovic tritt in den bedeutendsten Musikmetropolen als Solist und Dirigent auf und ist dabei Gast namhafter Orchester (z.B. Wiener Symphoniker, Wiener Kammerorchester, Bamberger Symphoniker, Stuttgarter Kammerorchester, Münchner Philharmoniker, Stockholmer Philharmoniker, Orchestra de la Suisse Romande, Prager Kammerorchester, Radiosymphonie-Orchester Prag, I Solisti Italiani, Camerata Academica Salzburg, The Chicago Symphony Orchestra, Liszt Kammerorchester, Budapest, Mostly Mozart Festival Orchestra, New York, The English Concert und St. Louis Symphony Orchestra, Zürcher Kammerorchester). Er hat dabei mit Dirigenten wie Giulini, Sawallisch, Marriner, Harnoncourt, Pinnock, Vegh, Stein, Zinman, Brüggen, Eschenbach u. a. zusammengearbeitet. Milan Turkovic ist Gast zahlreicher Festivals (Wien, Salzburg, New York, Kusatsu, Sapporo, Malboro, Luzern, Lockenhaus, Prades, Naantali, Prag etc.).
Im Frühjahr 1998 reiste er mit Wynton Marsalis und dessen Werk „A fiddler’s tale“ durch die USA. Marsalis hat überdies sein Quintett für Fagott und Streichquartett „Meeelaan“ Turkovic gewidmet, das seit seiner Uraufführung in Buenos Aires in zahlreichen Musikzentren und bei Festivals vom Widmungsträger gespielt wird.
Seine Diskographie (Capriccio, Camerata Tokyo, Denon, Deutsche Grammophon, Koch, Orfeo, Sony Classical und Teldec) enthält einen Großteil des Solorepertoires, sowie Dutzende Kammermusikwerke. Unter seinen vier Aufnahmen des Fagottkonzertes von Mozart befindet sich eine Einspielung mit einem Originalinstrument (Dirigent Harnoncourt). Darüber hinaus kann man Turkovic auf über 200 Platten des Concentus Musicus hören sowie in Konzerten von C.M. v. Weber (Dirigent Marriner), 5 Fagott-Konzerten von Vivaldi (mit I Solisti Italiani) und Concerti von Joh. Chr. Bach und Kozeluh. Ende 2004 erschien eine neue Doppel-CD mit dem Fagott in unterschiedlichsten solistischen Besetzungen.
Als Dirigent hat sich Milan Turkovic auf die Leitung von Kammerorchestern und großen Bläserensembles spezialisiert. In dieser Funktion trat er bisher vor allem in Europa, USA und Japan auf und hat bisher vier CDs produziert. Er war zu Gast bei den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, dem Wiener Kammerorchester, dem Orchestra Sinfonica Verdi in Milano, dem Orchestra di Padova, bei Milano Classica, beim Queensland Philharmonic Orchestra u.v.a.
Zwei Jahre lang war er Präsentator eines Musikquiz im österreichischen Fernsehen. Seine schriftstellerische Arbeit besteht aus Musik-Essays, diversen Rezensionen sowie Gastkommentaren und Glossen für „Die Presse“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Im Herbst 1998 erschien sein Buch „Senza Sordino“ (Was Musiker tagsüber tun) bei Kremayr & Scheriau in Wien. Im März 2003 erschien das von ihm gemeinsam mit M. Mertl verfasste Buch über den Concentus Musicus „Die seltsamsten Wiener der Welt“ im Residenz Verlag. Im Herbst 2005 erschien sein neuestes Buch „Hast Du Töne!“, ebenfalls beim Residenz Verlag.
Milan Turkovics Sohn aus erster Ehe ist Musikproduzent und Schlagwerker. Seit 1993 ist Milan Turkovic mit der bekannten TV-Moderatorin, früheren Eiskunstlauf-Europameisterin und derzeitigen Parlamentsabgeordneten Ingrid Wendl verheiratet.
www.milanturkovic.com


