Kremerata Baltica (Orchester)
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Die Kremerata Baltica wurde 1997 von Gidon Kremer gegründet und ist bereits heute eines der prominentesten internationalen Ensembles in Europa. Durch die Arbeit mit diesem Kammerorchester möchte Gidon Kremer seine große musikalische Erfahrung an junge Musiker der drei baltischen Staaten weitergeben und zugleich das wiedererwachte, eigenständige Mu-sikleben des Baltikums fördern und inspirieren.
Ein Bestreben der Kremerata Baltica ist es, in den drei baltischen Ländern in den verschie-densten Formationen eine innovative, intensive musikalische Präsenz zu zeigen - dank der Unterstützung durch ein gemeinsames Förderprogramm der drei baltischen Staaten finden jedes Jahr zahlreiche Konzerte in Litauen, Lettland und Estland statt.
Die Orchestermitglieder müssen sich einem strengen Auswahlverfahren stellen, bevor sie sich für Einzelkonzerte und Tourneen, Festivalauftritte und Schallplattenprojekte zusammenfin-den, um dem Publikum ihre vielfältigen und innovativen Programme zu präsentieren. Die Chance, dabei mit Solisten und Dirigenten von Weltruf zusammenzuarbeiten und aufzutreten, begreifen die jungen Musiker zugleich als Herausforderung und Motivation.
Unter den rund 60 Konzerten, die das Orchester alljährlich absolviert, nehmen die Auftritte mit seinem künstlerischen Leiter Gidon Kremer breiten Raum ein. Zudem hat das Ensemble bei dem ebenfalls von Kremer begründeten Kammermusikfest im österreichischen Locken-haus eine Art musikalische Heimat gefunden, wo es jedes Jahr neue Impulse erhält und Kon-takte knüpft.
Heute nach 10-jähriger Konzerttätigkeit ist die Kremerata Baltica weltweit ein gefeiertes Kammerorchester. Nach Tourneen in Japan, Australien, den USA und Südamerika in den Jahren 2004 und 2007 stehen zum wiederholten Male Konzerte in Asien, Südamerika und natürlich Europa an.
Bei den renommierten Festivals in Dresden, Baden-Baden, Schleswig-Holstein, Montpellier und Verbier ist es ein ebenso gern gesehener Gast wie beim Prager Frühling, den Salzburger Festspielen oder bei den Proms-Konzerten der BBC in London.
Auf ihren zahlreichen Tourneen konzertierte die Kremerata Baltica bisher mit namhaften So-listen und Dirigenten wie Jessye Norman, Oleg Maisenberg, David Geringas, Boris Perga-menschikow, Tatiana Grindenko, Sir Simon Rattle, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Saulius Sondeckis, Andrey Boreyko, Roman Kofman, Mischa Maisky und Vladimir Ashke-nazy.
Die musikalischen Begegnungen der letzten Zeit und in Lockenhaus führen dazu, dass die Kremerata Baltica in der kommenden Saison Tourneen mit Künstlern wie Heinrich Schiff, Piotr Anderszewski und Evgeni Kissin unternehmen wird und somit als eigenständige Institu-tion wächst.Ein besonderer Schwerpunkt der Orchesterarbeit ist die zeitgenössische Musik, und neben Uraufführungen und Auftragswerken von Pärt, Kancheli, Vasks, Desyatnikov und Raskatov stehen häufig auch Kompositionen von Schnittke, Gubaidulina, Enesco und Piazzolla auf dem Programm.Im Rahmen seiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Plattenfirma Nonesuch hat das Or-chester zwei wegweisende Piazzolla-Aufnahmen vorgelegt: „Eight Seasons“, das die Jahres-zeiten-Zyklen von Vivaldi und Piazzolla miteinander kombiniert, und „Tracing Astor“, eine Hommage an den großen argentinischen Komponisten. Es folgten „Silencio“, eine faszinie-rende Zusammenstellung zeitgenössischer Kompositionen von Pärt, Glass und Martynov, und „After Mozart“, ein musikalischer Rückblick auf Mozart aus der Sicht des 21. Jahrhunderts. Für letztere Aufnahme erhielten sie im Februar 2002 den Grammy Award. Danach folgten „Enescu-Oktett“, „Happy Birthday“, „Russian Seasons“ und „Kremerland (DGG). Die neu-este CD mit einer Orchesterversion von Schuberts Streichquartett in g-Dur D 887 und ist im Frühjahr 2005 bei ECM erschienen.Die Süddeutsche Zeitung kommentierte einen Auftritt des Ensembles beim Kammermusikfest in Lockenhaus mit den Worten „So intensiv lässt sich Musik selten erleben“, während es in der britischen Zeitschrift Strad über ein Konzert bei den Londonder Proms hieß „Kremer und seine Musiker verfügen nicht nur über eine außergewöhnliche Virtuosität, sondern haben auch noch Freude an der Musik“.
Bei den Lockenhauser Kammermusikfestspielen in den Jahren...
2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000, 1999, 1998, 1997


