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Khatia Buniatishvili (Klavier)

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Khatia Buniatishvili, geboren am 21. Juni 1987 in Tiflis, wuchs in Georgien auf. Wegen ihres absoluten Gehörs galt die Wahl des Klaviers (nicht der Violine) anfangs für eher ungewöhnlich. Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Gvantsa war sie jedoch von der Mutter, einer begeisterten Musikliebhaberin,
an das Klavier herangeführt worden. Sehr früh wurde ihre außergewöhnliche Begabung erkannt, und so debütierte sie bereits sechsjährig als Solistin mit Orchester. Mit zehn Jahren folgte sie ersten Einladungen zu Gastspielen in die Schweiz, nach Holland, Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien, Österreich, Russland, Israel und in die USA.
Als „Wunderkind“ betrachtet zu werden, gefällt ihr nicht. Khatia Buniatishvili bekennt sich vor allem zu Pianisten vergangener Generationen. Sergej Rachmaninoff, Svjatoslav Richter und Glenn Gould sind ihre Favoriten. Ihre „Lieblingspianistin“ Martha Argerich, so meint sie, könne man zwar bewundern, dieser einzigartigen Pianistin aber nachzuahmen, ist unmöglich. Buniatishvili fühlt sich „ganz als Mensch des 20. Jahrhunderts“. So weiß sie sich unter gegenwärtigen Pianisten nur wenigen Interpreten nahe.
Das warme, mitunter elegisch pointierte Spiel von Khatia Buniatishvili mag eine Nähe zur georgischen Volksmusik aufweisen. Ihr attestiert Buniatishvili tatsächlich ein hohes Maß an musikalischem Einfluss. Kritiker betonen, dass um ihr Spiel eine Aura von eleganter Solitude und sogar Melancholie sei; was Buniatishvili als nichts Negatives empfindet. „Das Klavier ist das schwärzeste Instrument“, sagt sie. Ein „Symbol musikalischer Einsamkeit“, woran man sich selbst als Pianistin erst gewöhnen müsse.
Während des Studiums am staatlichen Konservatorium in Tiflis gewann sie 2003 den Spezialpreis des Horowitz-Wettbewerbs in Kiev und den 1. Preis des Elizabeth Leonskaja Scholarship. Beim Klavierwettbewerb in Tiflis 2003 machte sie die Bekanntschaft mit Oleg Maisenberg, der sie zum Wechsel an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach Wien bewegte. Hier lebt und studiert sie seit 2007. Beim 12. Arthur-Rubinstein-Wettbewerb 2008 gewann sie den 3. Preis sowie die Auszeichnungen „Best Performer of a Chopin Piece” und „Audience Favorite”. Khatia Buniatishvili spricht fünf Sprachen.
Orchester-Einladungen führten die Pianistin zum Israel Philharmonic Orchestra, zum St. Petersburg Philharmonic Orchestra und – im Rahmen einer Europa-Tournee – zum UBS Verbier Festival Chamber Orchestra.
In der Saison 09/10 war sie unter anderem mit den Düsseldorfer Symphonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg und war mehrfach mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica auf Tournee. Ebenso zu Gast war sie bei den Folles Journees Nantes, dem Heidelberger Frühling und beim Klavierfestival Ruhr. Sie wurde gerade mit dem Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet und ist in der Reihe der BBC New Generation Artists aufgenommen worden.
Highlights der Saison 10/11 sind wieder Auftritte beim Verbier Festival, bei den Salzburger Festspielen sowie Mecklenburg-Vorpommern. Recitals bringen sie nach Berlin, Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, London und auch in die Carnegie Hall New York. Sie gastiert bei dem Luzerner Sinfonieorchester, den Rotterdamer Philharmonikern, dem Israel Philharmonic Orchestra, der Deutschen Radio-Philharmonie und dem RAI Turin Orchestra, um nur einige zu nennen.
Viele Musiker und Journalisten sehen in Khatia Buniatishvili eine der großen Pianistinnen der Zukunft.



Bei den Lockenhauser Kammermusikfestspielen in den Jahren...
2011, 2010, 2009, 2008, 2007
 
   
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