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Roman Kofman (Dirigent)

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Roman Kofman wurde am 15.06.1936 in Kiev geboren. Am Beginn seiner musikalischen Laufbahn stand das Violinstudium bei Josef Gutman und Vitold Portugalov, in der großen Tradition von Carl Flesch und Leopold Auer, welches er 1961 mit dem Violindiplom am berühmten Kiev Tschaikovsky Konservatorium (heute National Tschaikovsky Music Academy of Ukraine) abschloss. Bei Gründung des Kiev Chamber Orchestra 1963 war er 1. Konzertmeister dieses Orchesters.
Nach seinem Violindiplom studierte er Dirigieren bei Michail Kannerstein in der Tradition von Nikolai Malko. 1971 beendete er sein Studium mit dem Dirigentendiplom und widmete sich ganz seiner Karriere als Dirigent, die ihn schnell zu einer der angesehensten Persönlichkeiten seines Fachs in den damaligen sozialistischen Ländern werden ließ. Eine persönliche Reisebeschränkung von 1973 bis 1989 hinderte ihn jedoch an Auftritten im westlichen Ausland.

1978 wurde er zum Professor in seiner Heimatstadt Kiev am Kiev Tschaikovsky Konservatorium ernannt . Seitdem leitet er dort die Dirigentenklasse für Oper und Konzert.

Seit 1990 ist er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Kiev Chamber Orchestra, das in dieser Zeit zu einem Ensemble der Weltspitze wurde. Als Gastdirigent war er der Warschauer Nationaloper verbunden. Zu Beginn der 90er Jahre gründete er zusammen mit seinem Schüler Nikolai Diadiura das National Philharmonic Orchestra of Ukraine. Nach einer ersten Tournee mit dem State Symphony Orchestra of Ukraine im Westen wurde Roman Kofman sofort als Dirigent zu führenden westlichen Orchestern für Konzerte und CD-Produktionen eingeladen.

Er dirigierte 63 Orchester weltweit in Europa, Amerika, Asien und Afrika. Bedeutende Solisten wie z.B. Gidon Kremer, mit dem er mit den Münchener Philharmonikern u.a. das Violinkonzert von Valentin Silvestrov für Teldec einspielte, sowie Alexis Weissenberg, Igor Oistrach, Natalia Gutman, Oleg Kagan, Elisso Wirsaladse, Misha Maisky oder Vadim Repin musizierten mit ihm.

Kofman wurde im Frühjahr 2002 mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ (04/2001) für seine Einspielung von Tschaikovskys Opernarien mit Julia Varady und dem Orchester des Bayerischen Rundfunks ausgezeichnet.

Die Musik des 20. Jahrhunderts spielt in seinem Repertoire eine große Rolle. Sein besonderes Interesse gilt den Werken von Balakauskas, Berio, Britten, Messiaen, Milhaud, Pärt, Schnittke, Schönberg, Silvestrov und Webern. Viele Werke zeitgenössischer Komponisten wurden ihm persönlich gewidmet und von ihm uraufgeführt.

Seit der Saison 2003/2004 ist Roman Kofman Generalmusikdirektor der Bundesstadt Bonn. Ein erstes Projekt Kofmans in dieser Position ist der Schostakowitsch-Zyklus 2003-2006.
Bis 2006 wird er mit dem Beethoven Orchester Bonn alle Sinfonien des sowjetischen Komponisten zur Aufführung bringen und parallel für die Firma Dabringhaus + Grimm als CD und DVD – Audio produzieren.

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2011, 2008
 
   
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